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Kritische Stimmen zu und aus Russland

Mit Informationen zur Menschenrechtslage, literarischer Lesung und Musik

Seit Beginn der dritten Amtszeit von Präsident Putin geht die russische Regierung verstärkt repressiv gegen Aktivisten und Andersdenkende vor: Vorschriften für NGOs werden verschärft, Rechte auf freie Meinungsäußerung, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit werden beschnitten, »nicht-traditionelle« sexuelle Beziehungen werden stigmatisiert und sogenannte Gotteslästerungen unter Strafe gestellt. Die Regierung schränkt die Spielräume der russischen Zivilgesellschaft massiv ein.

Dennoch setzen sich in Russland weiterhin mutige Menschen für die Menschenrechte ein. Peter Franck ist seit Jahrzehnten der Russland-Experte von Amnesty International Deutschland. Seit der »Wende« kann er unmittelbar mit russischen Menschenrechtsgruppen zusammen arbeiten, was sein Engagement von Deutschland aus sehr bereichert. Im Podiumsgespräch erzählt er von politischen Rahmenbedingungen für die russische Menschenrechtsszene, der Stimmung in der politisch aktiven Bevölkerung und aktuellen Menschenrechtsverletzungen in Russland. Insbesondere wird er auf die momentane Situation der sog. »Bolotnaja-Gefangenen« eingehen, die im Zusammenhang mit den Protesten gegen die Amtseinführung von Präsident Putin am 6. Mai 2012 auf dem Moskauer Bolotnaja-Platz zu Haftstrafen verurteilt worden. Dazu liest der Schauspieler Andreas Ruf zeitgenössische Textausschnitte von russischen Schriftstellern wie Michail Chodorkowski. Der kulturell-politischen Abend wird mit russischen Klängen in Livemusik umrahmt.
Die Trägerorganisationen Amnesty International, KEB im Bistum Regensburg und das Turmtheater laden herzlich ein, sich an diesem Abend atmosphärisch nach Russland entführen und tagesaktuell informieren zu lassen.

Bild ©Amnesty International